Costa Favolosa: Kristiansand + Setesdalbahn

Leider hatte das tolle Wetter aus Bergen es nicht über die Nacht geschafft, sodass die Costa Favolosa heute Vormittag wieder gut am wackeln war. Die Wolken hingen tief und der Regen peitschte übers Deck. Gegen 13 Uhr erreichten wir Kristiansand, leider war es immer noch am regnen.

Wir hatten uns kurzfristig an Bord entschlossen, in Kristiansand einen Ausflug mit der Setesdalbahn zu buchen. Treffpunkt war um 13:15 Uhr der Bus mit der Nummer 28. Leider nahmen das einige Mitfahrer nicht so genau, sodass wir knapp 30 Minuten später losfuhren. Die Personen waren bis zur Abfahrt immer noch nicht da. Die Busfahrt zum Bahnhof der Setesdalbahn verlief ganz unspektakulär durch die schöne Landschaft Norwegens und wurde von unserem Guide in Deutsch und Französisch Kommentiert. Nach knapp 25 Minuten waren wir auch schon am Bahnhof angekommen.

Mit der Setesdalbahn durch Norwegen

1896 wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Kristiansand und Byglandsfjord eröffnet. Auf einer Gesamtstrecke von 78 km schlängelten sich die Dampflokomotiven durch das Setesdal. Nach dem Krieg übernahm der PKW-Verkehr mehr und mehr den Personentransport, sodass die Setesdalbahn nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte. 1962 kam das Aus für die letzte Schmalspurbahn in Norwegen und der Betrieb wurde eingestellt. Knapp ein Jahr nach dem Ende der Setesdalbahn gründeten ein paar Liebhaber einen Verein zum Erhalt der Bahn.

So kann man heute in der Sommersaison mit der Dampflokomotive und alten Personenwagen ein altes Teilstück der ehemaligen Strecke befahren. Es geht von Grovane über Beihølen bis nach Røyknes. Auf der knapp 7 Kilometer langen Strecke erwarten uns scharfe Kurven, Brücken, Tunnel und das wilde Gebirgsgebiet an dem Fluss Otra. Wer sich noch mit Getränken, Snacks und Souvenirs eindecken möchte, kann das im Bahnhof von Grovane tun.

Also alles einsteigen und los geht die Fahrt nach Røyknes. Da wir ja leider etwas später den Bahnhof erreicht hatten, waren die ersten Waggons bereits belegt. Wir nahmen deshalb ziemlich mittig Platz. Da die Waggons noch Original sind, kann man natürlich nicht viel Komfort erwarten. Holzbänke und Fenster zum öffnen, das war es auch schon – eben wie 1896.

Türen zu und dann ging es auch schon los. Pünktlich um 14:15 Uhr pfiff der Schaffner und die Dampflokomotive setze sich schnaufend in Bewegung.

Auf der kurzen Strecke von 7 km verbraucht die Dampflokomotive knapp 300 kg Kohle. Wenn es im Abteil zu eng wird, zum Fotos machen, empfehlen wir Euch den Übergang zwischen den Waggons. Hier seid Ihr in der Regel ungestört und habt genug Platz um das Erlebnis zu genießen.

Auf der alten Wasserrinne wurden früher Baumstämme zum Holzwerk transportiert.

Nach knapp 30 Minuten endet die Fahrt mit der Setesdalbahn in Røyknes. Hier habt Ihr noch ein wenig Zeit ein paar Fotos von der Dampflokomotive zu machen. Diese wird hier mit Wasser gefüllt und dann für die Rückfahrt nach Grovane umgekoppelt.

Mit dem Bus geht es für uns jetzt wieder zurück nach Kristiansand. Die Rückfahrt dauerte mit Stau gut eine Stunde.

Spaziergang durch Kristiansand

In Kristiansand machten wir noch einen kleinen Stopp an der Christiansholm Festung. Früher lag die Festung auf einer Insel, ist aber mittlerweile mit dem Festland verbunden. Zu Kriegszwecken wurde Christansholm lediglich 1807 im napoleonischen Krieg genutzt. Heute dient die Festung für Kunsthandwerksausstellungen und Konzerte.

Von hier hat man auch noch einen tollen Blick auf die Costa Favolosa, welche über den Dächern der Stadt zu sehen ist.

Wir entschlossen uns noch ein wenig in die Innenstadt von Kristiansand zu gehen, da der Ausflug jetzt sowieso geendet hätte. Natürlich könnt Ihr auch mit den anderen Gästen zurück zum Schiff fahren. Solltet Ihr dennoch auf eigene Faust losziehen, meldet Euch kurz bei Guide ab, sodass dieser Bescheid weiß. Für uns ging es nun also in die Innenstadt nach Kristiansand. Wir wollten uns noch unbedingt die Domkirche angucken. Wirklich ein tolles Bauwerk!

Die Innenstadt von Kristiansand ist gesäumt von vielen kleine Cafés, Geschäften und Restaurants. Bei besserem Wetter ist es sicherlich sehr schön hier einen leckeren Cappuccino zu sich zu nehmen.

Für uns geht es weiter Richtung Costa Favolosa, vorher machten wir allerdings noch einen kleinen Zwischenstopp am Fischmarkt, welcher auf dem Weg zum Schiff liegt. Neben den Marktständen gibt es hier auch einige Restaurants um den fangfrischen Fisch zu probieren. Auch bei schlechtem Wetter lässt es sich hier aushalten.

Das war auch schon unser Ausflug mit der Setesdalbahn und Kristiansand. Wieder gut durchnässt erreichten wir die Costa Favolosa.

Wir hoffen Euch hat der kleine Ausflug gefallen, falls ja freuen wir uns, wenn Ihr den Beitrag teilt. In unserem letzten Teil nehmen wir Euch mit nach Aarhus in Dänemark, bei deutlich besserem Wetter.

2 Kommentare

  1. Anna 28. August 2017 um 18:33 Uhr- Antworten

    Einfach alles so toll beschrieben. Das macht ja Lust auf eine tolle Reise 🙂

    • fabian 28. August 2017 um 18:51 Uhr- Antworten

      Danke Anna. Dann wird es Zeit für Dich in See zu stechen 🙂

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